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Elite macht Schule

Die Aufführungen fanden statt:

jeweils um 19:30 Uhr im Bocksbeutelkeller.

1.300 Jahre Hammelburg

Auftritte am

in der Hammelburger Innenstadt.

1300 Jahre Hammelburg

"Elite macht Schule"

im Bocksbeutelkeller

Ein fröhlich-literarischer "Schul-Wettbewerb"

Sie gehören sicher zu jenen, die wissen, dass Goethes Faust keine harte Rechte ist, vielmehr kennen Sie "des Pudels Kern" und seufzen jetzt womöglich: "Heinrich, mir graut vor dir!"

Zudem wissen Sie vielleicht, dass Schiller mindestens einen Handschuh besaß und Zauberlehrlinge zum Putzen gerne mal eine Überschwemmung verursachen? Dann gehöhren Sie auf jeden Fall zur geistigen Elite Deutschlands und könnten sich durchaus für einen Elite-Wettbewerb anmelden. Falls Sie dafür noch Anregungen benötigen, sollten Sie die Schulklasse von spectaculum im Bocksbeutelkeller besuchen. Dort lernen Sie, wie pubertierende Schüler auf die Erziehungsfunktion von bildungselitärer Literatur pfeifen und stattdessen die Klassiker des Bildungskanons auf dem Kampfplatz eines Elitewettbewerbs mit absoluter Spielfreude zerpflücken. Hier können Sie beobachten, wie Faust aus dem Rahmen fällt und der alte Ribbeck mit einem Gangsterrap eine Birnenschlacht provoziert. Und warum?

Alles nur, weil eine übermotivierte Direktorin mit ihrem karriereorientieren und reformpädagogischen Lehrerkollegium unbedingt den Talentwettbewerb "Elite macht Schule" gewinnen will.

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Ensemble

Es spielten:

Maria Albrecht-Martin, Wolfgang Althoff, Liane Dietrich, Sandra Eichelbrönner-Fickert, Stephania Eideloth, Christian Fenn, Torsten Korff, Elisabeth Lamprecht, Dieter Moschinsky, Anne Rauschmann, Birgit Schreiber, Horst Sollfrank, Franziska Zimmermann.

Text und Regie:

Claudia Albrecht

Gallerie

Fotos von den Aufführungen folgen...

spectaculum feierte mit bei 1300-Jahre-Hammelburg

Am 11. und 12. Juni 2016 stellte die Laienspielgruppe im Rahmen der 1300-Jahrfeier der Stadt Hammelburg eine Kostümgruppe, die im Stil der Jahrhundertwende im Hof der Einhorn-Apotheke ihr Picknick veranstaltete.

Straßentheater der besonderen Art: Wenn die Besucher des Stadtfestes Menschen begegneten, deren Kleidung so gar nicht der heutigen Mode entspricht, dann handelte es sich höchstwahrscheinlich um Schauspieler der Theatergruppe, die Bürgerinnen und Bürger darstellen, die um das Jahr 1900 lebten. Sie hatten ihren Picknickplatz im Hof der Einhorn-Apotheke verlassen und mischten sich als Gruppe unter die Festgäste. Als „Gestrige“ konnten sie mit bestimmten modernen Begriffen nichts anfangen, sie sprachen auch miteinander über Probleme ihrer Zeit, so klagten sie z. B. über die „heutige Jugend“ und wie diese durch Schulstrafen wieder auf den rechten Weg gebracht werden sollte. Sie diskutierten den Sittenverfall des weiblichen Geschlechts und die Rolle der Frau in der Gesellschaft.

Schließlich luden sie die Passanten ein, ihnen in die Dalbergstraße zu folgen, wo auf einer Freilichtbühne ein kurzer Schwank von Hans Sachs aufgeführt wird. In ihm ging es um einen Priester, der „auf Abwege“ geraten ist und nur mit Hilfe einer „teuflischen“ List aus der misslichen Situation befreit werden konnte.

Copyright 2016 Laienspielgruppe spectaculum e.V. Hammelburg